Es Heftche berichtet:
Als im Spätherbst des Jahres 1974 Hartmut Baltes (Hardy) seine drei Fußballerkollegen Gerd Woll, Peter Pfeiffer und Hans Sahner einlud, „um sich mal belanglos über eine eventuelle Bandgründung zu unterhalten“, ahnte wohl niemand, was sich aus diesem Treffen entwickeln würde.
Denn tatsächlich trafen sich die Vier in der Folgezeit immer wieder und studierten mit Akkordeon (Gerd), Wandergitarre (Hardy) und Schlagzeug (Hansi) ein paar Liedchen ein. Peter, der den Part des Sängers bzw. des späteren Frontmannes übernahm, unterlegte das Ganze anfangs noch mit Tamburin und so kam es, wie es kommen musste. Einige Wochen später, die Proben machten immer mehr Spaß, sagten sich die Vier „Ja, wir versuchen es, wir gründen eine Band!“. Als schwierigstes Unterfangen erwies sich dann die Namensfindung. Nach langem Hin und Her und nach einigen gemeinsamen Bierchen einigte man sich schließlich auf den Namenszug „SOUND 75“, ein Markenzeichen, das heute weit über die Landesgrenzen bekannt ist.

Und schon ca. ein halbes Jahr später, am 30. April 1975, also an Hexennacht, durfte die Band im Gasthaus „Maurer-Wachter“ zum ersten Mal ihre bis dahin angeeigneten Lieder zum Besten geben. Zugegebenermaßen musste mangels Masse das ein oder andere Liedchen mehrmals gespielt werden. Aber im Großen und Ganzen lief das Programm, bis auf ein paar Kleinigkeiten, die aber nicht ins Gewicht fielen und über die man heute noch lachen kann, relativ reibungslos ab. Jedenfalls kam die Musik der Band offensichtlich gut rüber, denn es folgten unmittelbar danach Engagements zu Hochzeiten, Geburtstagsfeiern und Vereinsfestivitäten bis dann im Folgejahr die Schützengilde anfragte, um an Faschingssamstag und -Montag im großen Kuppelsaal des Rathauses in Wemmetsweiler aufzutreten. Was diese Anfrage mit den vier Musikern anstellte, vermag heute nur noch derjenige nachzuvollziehen, der diese Veranstaltung damals miterlebt hat: 2.000 – 2.500 Gäste im Rathaus, 4 Musikkapellen und SOUND 75 im Hauptsaal – unfassbar! Aber die Hobbymusiker nahmen die Herausforderung an und bestanden die Feuertaufe trotz auftretender technischer Probleme mit Bravour. Und – aus heutiger Sicht gesehen – war dieses damalige Highlight natürlich das Sprungbrett für die Band!
In den folgenden Monaten wurde dann aber zunächst einmal kräftig investiert, denn „gute Arbeit kann man nur leisten, wenn man auch gutes Werkzeug besitzt“, so der immerwährende Kommentar von Hardy. Und schließlich wurde, nachdem das Equipment endlich auf dem damals neuesten Stand war, auch noch personell aufgerüstet. Mit Wilfried Ruth als Bassist und Harry Kunz als Sologitarrist fanden zwei „geile Musiker“ den Weg zu SOUND 75, die plötzlich ganz neue Perspektiven eröffnen sollten. Denn mit den Beiden hielt der mehrstimmige Gesang Einzug, der sich bis heute als prägendes, herausragendes Merkmal der Band erweist.
Folgerichtig ging es ab diesem Zeitpunkt stetig immer weiter bergauf und es folgte Auftritt auf Auftritt – ein Highlight jagte das andere und so verging dann Jahr um Jahr. Bandmitglieder gingen und mussten ersetzt werden, neue musikalische Stilrichtungen wurden ausprobiert und wieder verworfen – aber „De Sound“, wie die Gruppe landestypisch genannt wird, blieb sich immer selbst treu und der Spaß an der Musik blieb und ist bis heute ungebrochen! Besonders stolz sind die Musiker auf die Tatsache, dass ihre Musik von Anbeginn an (nicht wie bei den meisten anderen Bands heutzutage) nicht aus der Retorte kommt, sondern dass jeder einzelne Ton tatsächlich in der Kehle bzw. auf den Instrumenten erzeugt und wiedergegeben wird!
Ja und so kann die Formation, die sich zwischenzeitlich aus nunmehr sieben Musikern zusammensetzt, auf sage und schreibe 40 erfolgreiche Jahre „SOUND 75“ zurückblicken. Fragt man die drei immer noch aktiven Gründungsmitglieder heute, so war selbstverständlich nicht immer alles Gold was da glänzte und natürlich gab es auch Zeiten, in denen man glaubte, dass es nicht mehr weitergeht. Aber man hat immer einen Weg gefunden, um die Existenz der Band aufrecht zu erhalten. Ein Grund für das lange Bestehen der Band liegt sicherlich in dem Umstand begraben, dass musikalische und menschliche Schwächen immer intern angesprochen, akzeptiert und nicht nach außen getragen wurden.
Das Bedeutendste aber war, ist und bleibt aber die Tatsache, dass die sieben Musiker selbst sehr viel Spaß bei der Ausführung ihres Hobbys haben und in der Lage sind, diesen Spaß auf ihr Publikum zu übertragen – und wenn das so bleibt und so Gott will, ja – dann sollte und wird es zweifellos noch ein paar Jährchen mit SOUND 75 weitergehen!

 

Aktuell gehören zu SOUND 75:
Peter Pfeiffer: Leadgesang / Frontmann
Marco Pfeiffer: Rhythmus-, Sologitarre/
Leadgesang
Hartmut Baltes: Rhythmusgitarre
Dieter Storebeck: Sologitarre
Wilfried Ruth: Bassgitarre
Dieter Schubert: Keyboard
Hans Sahner: Drums
Über den Zeitraum von 40 Jahren spielten in der Band oder halfen aus:
Gerd Woll (Gründungsmitglied), Frank Baltes, Tommy Biehl, Karl-Ludwig Borr, Bernd Fahrenkampf, Thomas Fries, Elmar Herz, Petra Kammerer, Dietmar Kuhn, Guido Kuhn, Harry Kunz, Achim Neckenich, Alfred Neuenhaus, Ludwig Sahner, Franz Schöneberger, Peter Schumacher.
Und das Allerwichtigste zum Schluss:
Um das Jubiläum gebührend zu feiern lädt die Band zu ihrer „Großen Jubiläumsshow“ ein. Diese findet statt:
Am Samstag, dem 30.04.2016 (Hexennacht) ab 20:00 Uhr in Wemmetsweiler –
Schulstraße im Gasthaus Kleer-
Altenhofen „Beim Guido“.
Bei Musik, Tanz, guter Laune und der ein oder anderen Überraschung wird es die Band so richtig krachen lassen! Der Eintritt ist natürlich frei! Also: unbedingt reinschauen!

 

Die Unterstützung eines jeden Einzelnen dieser Musiker hat viel dazu beigetragen, dass SOUND 75 über 40 Jahre hinweg existieren konnte. Die heutigen Mitglieder sagen von ganzem Herzen „DANKE“.
Quelle: www.es-heftche.de